Mama & Kind

„Darf ich heute endlich wieder in die KiTa?“

Heute früh war das die erste Frage, die mein Sohn mir gestellt hat. Er hat mich das nicht das erste Mal seit dem zweiten Lockdown gefragt. „Welcher Tag ist heute?“, war die zweite Frage. „Heute ist Montag.“, sagte ich ihm. Was er mir seit einigen Wochen auch sagt: „Ich möchte mit jemandem spielen.“ Als er das sagte, hatte ich einen Kloß im Hals und konnte nur „Ich weiß Schatz, das tut mir Leid.“, antworten. Und es tut mir wirklich Leid, dass er seine KiTa-Freunde wieder seit Wochen nicht sehen kann.

Seitdem er ein Jahr alt ist, ist das sein Alltag. Natürlich vermisst er das Singen, Spielen, Lachen, Basteln u. v. m. in der Krippe. Das würde ich auch. Und ich vermisse meinen routinierten Vormittag. Jetzt muss ich grob Ordnung machen, irgendwelche Zutaten für das Mittagessen zusammenschmeißen, Kids bespaßen, Wäsche in die Waschmaschine stopfen und hoffen, dass die Farben ungefähr gleich waren und in den Taschen nichts drin war, Windeln wechseln und überlegen wohin damit, weil die Restmülltonne keine Kapazitäten mehr hat, zwischendurch auf „Mama, was machst du? Mama, gucke mal! Mama, was hast du im Mund?“ antworten. Aber hey, was beschwere ich mich denn, denn auf die Frage: „Wofür hast du denn dann Kinder gezeugt? Um sie dann in den Kindergarten zu geben und sich hinterher beschweren wenn sie dann den ganzen Tag doch zuhause bleiben müssen?“ Ahja, ok. Selbstverständlich werden Mütter solche Fragen nur von Menschen gestellt, die keine Kinder haben, Kinder generell nicht leiden können, oder Kinder haben und sich entschieden haben, diese erst gar nicht in den Kindergarten zu geben. Ich beschwere mich natürlich nicht, ich erzähle lediglich, wie mein ungewohnter Alltag derzeit aussieht, denn „Ich soll ja froh sein, dass es letztes Jahr diesen Kinderbonus da vom Staat gab“. Auch hier: „Ahja, stimmt! Wie undankbar von mir!“ Leider konnte ich meinem Sohn davon keinen Spielkameraden kaufen.

So, ich merke, Sarkasmus macht sich in diesem Beitrag breit. Was ich eigentlich schreiben wollte: Mein Kind ist nicht das einzige, das unter den Einschränkungen leidet und einfach nur mit seinen Freunden spielen will. Unsere bisherige Lösung war, dass ein Kind aus dem Kindergarten für zwei Stunden vormittags zu uns durfte. Beide Kinder waren sehr glücklich über die Spielzeit und wollten sich für den Nachmittag sofort wieder verabreden. Ich konnte drei Ladungen Wäsche sortieren und sogar etwas bügeln, Mittagessen kochen, das allerdings während meine Tochter in der Trage etwas geschlafen kann, denn die kann ich momentan nicht ablegen, weil ihr Problem derzeit das Zahnen ist. Aber das ist wieder ein anderes Thema. Und überhaupt, was habe ich mich denn bitte zu beschweren?!

Wie gestaltet ihr derzeit euren Alltag?

28 | Verheiratet 💍 | ReNo | Pärchenmama

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.