Allgemein,  Mama & Kind

Tag 2 von 14

Na klar, wir leben im Jahre 2021 und das schon im Dezember. So gut wie jedem Menschen, zumindest in Deutschland, wird der Begriff „Quarantäne“ sehr geläufig sein. Nicht die Wenigsten durften schon mit dem Hausarrest für Erwachsene Bekanntschaft machen. Ich habe nichts angestellt, war nicht frech zu meinen Eltern, habe in der Schule nicht nachsitzen müssen und habe auch nicht meine Schwester geärgert. Nein, ich habe mich angesteckt an DER Krankheit und jetzt stecke ich fest, in meinem Zuhause, nicht auf einer einsamen Insel, mit meinen beiden kleinen Kindern und meinem Ehemann, der jetzt natürlich im Homeoffice weiterarbeiten darf. Alles wichtige und richtige Maßnahmen, natürlich. ABER hatte ich erwähnt, dass ich zwei kleine (wundervolle) Kinder habe?! Natürlich habe ich das. Ich bin nicht nur krank, sondern habe nun die Kinder 24/7 in der Betreuung und Gnade, wenn ich den Fernseher während dieser Zeit als Babysitter missbrauche oder den Kindern noch eine Schoki gönne (heute ist übrigens Nikolaus) oder mich für 5 Minuten (es sind keine 5, sondern maximal 1,45 Minuten, ich habe die Stoppuhr laufen lassen) irgendwohin verkrieche und irgendwas Debiles im Handy schaue, einfach um was anderes zu sehen. Was bin ich nur für eine Mutter?! Setze Kinder in die Welt und kapituliere, weil ich diese nun die nächsten 2 (gerundet) Wochen „an der Backe habe“. Ich darf nur kurz erwähnen, dass wir seit zwei Jahren Corona haben. Die Kinder sind 3,5 und 1,5 Jahre alt. Was ich damit sagen will, die Kinder habe ich nicht das erste und auch nicht das zweite mal „an der Backe“. Das Ganze habe ich schon ein paar Mal öfter mitgemacht und so schlimm war es nun auch wieder nicht.

Bisher haben wir unsere Nachmittage, manchmal auch Vormittage, damit verbracht zu Kneten. Mit allem Pipapo: Nudelmaschine, Grill, Ausstecher und bunter Knete (wir haben übrigens ausschließlich die von PlayDoh, jeder andere Versuch, z. B. Ökoknete auszuprobieren ist gescheitert und seien wir mal ehrlich, die Knete riecht einfach nur toll). Während die Kinder kneten, koche ich und räume die Küche auf. Natürlich knete ich auch mal mit, wenn ich drum gebeten werde „Würste“ zu rollen, damit daraus Schlangen, oder Schnecken oder so entstehen können. U know what I mean. Mit Fingerfarben, Wasserfarben und Buntstiften malen geht auch immer, wobei die Kleine eher die Farben im Tuschkasten rausfummelt und genüsslich dran nuckelt, als so wirklich zu malen.

Ansonsten habe ich auch tatsächlich zwischendurch mal Zeit die Wäsche anzuschmeißen, natürlich alles unter Aufsicht (die Kleine guckt genau hin, ob auch alles passt und holt dann das ihrer Meinung nach nicht Passende wieder raus). Staubsaugen kriege ich wohl auch noch hin, nach wenigen Minuten muss ich allerdings das Teil an den Großen abgeben, weil der auch mal staubsaugen will (mache wohl auch das nicht ganz richtig). Das Spielzeug räume ich 45 Mal am Tag zurück an seinen Platz (also an den Platz, den ich für das jeweilige Teil vorgesehen habe, die Kinder sind der Meinung, der Boden ist dafür besser geeignet).

Am Ende des Tages werde ich auch noch mit extra vielen Kuscheleinheiten (natürlich mit mindestens 1,5 Metern Abstand und FFP2 Maske) belohnt und mit so viel Dankbarkeit überhäuft („Oh man, ich habe mir einen Abschleppwagen vom Nikolaus gewünscht, jetzt habe ich einen Monster Truck bekommen.“) Ich gebe zu, den Kindern mehr Dankbarkeit zu zeigen, sollte etwas mehr intensiviert werden. Aber auch ich selbst sollte mich öfter mal für Selbstverständlichkeiten dankbar zeigen:

Alles in Allem kommen wir gut durch den Tag, bloß dass wir den Spaziergang am Nachmittag ausfallen lassen müssen, bzw. stattdessen etwas im Garten (was natürlich nicht für jeden selbstverständlich ist – nicht jeder hat das Glück einen eigenen Garten zu haben) zu verweilen.

Danke, dass meine Familie gesund ist, dass ich keinen schlimmen Krankheitsverlauf habe, und dass ich so gut leben darf mit Dach über dem Kopf und stets Essen auf dem Tisch.

28 | Verheiratet 💍 | ReNo | Pärchenmama

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