Lifestyle,  Mama & Kind

Was ich alles hätte machen können

Viel lieber bin ich aber liegen geblieben.

Ganz einfach: Meine Nacht war geprägt vom vielen Stillen. Wach war ich schon um halb 5. Danach war vorbei. Eingeschlafen bin ich gegen 23 Uhr, was wirklich, wirklich spät ist für meine Verhältnisse. Schuld war Fitzek. Genau genommen Sebastian Fitzek mit seinem “kranken” Buch “Der Heimweg”. Ein Psychothriller. Ich war nicht weit gekommen und trotzdem beschäftigte mich das Buch noch lange, bis ich dann endlich, aber unruhig einschlafen konnte. Ich hatte also defacto zu wenig Schlaf. Dementsprechend motzig war ich auch am Morgen und hatte es auch noch geschafft Streit mit meinem Mann anzuzetteln. Dass ich jetzt also hier im Bett meines “Großen” liegen geblieben bin (links der Große, in der Mitte die Kleine und rechts ich), während beide so friedlich nebeneinander schlafen, ist nicht das erste Mal. In der Zeit hätte ich unten mal wieder wischen können, die Küche nach dem Mittagessen sauber machen können und, und, und. Nö. Mach’ ich nicht. Da bin ich wie ein pubertierender Teenager. Denn ich weiß, wenn ich das mit dem Wischen echt gemacht hätte, würden die Kids nicht so schön weiterschlafen, ich hätte nicht zu Ende wischen können. Das Ergebnis wäre nicht “sauber” sondern allenfalls wäre alles einfach verschmiert und überhaupt: Es regnet. Wird also eh alles wieder binnen Minuten am Nachmittag dreckig. Wichtiger aber ist, dass ich mich neben meinen Kids lieber mit ausruhe, damit ich am Nachmittag nicht genervt das ‘Spielst du mit mir?’ meines Sohnes ablehnen muss. Wichtiger ist mir tatsächlich, dass ich mit halbwegs guter Laune in den Nachmittag starten kann, als genervt, aber auf einem gewischten Boden, spielen zu “müssen”.

Das Aufräumen mache ich dann zwischen “Suppe und Kartoffel”, wie meine Lieblingsarbeitskollegin gerne sagt. Irgendwann halt zwischendurch. Eine gewisse Grundordnung reicht erstmal die nächsten paar Jahre aus, habe ich mir gedacht. Bis die Kinder dann nicht mehr so viel Dreck machen, hoffe ich.

Ich möchte mich später daran erinnern, wie schön es war, dass wir uns zu dritt aneinander gekuschelt ausgeruht haben. Nicht daran, dass ich stets einen sauberen Boden hatte, denn dieses Zusammenliegen wird es nicht immer geben. Irgendwann ist das nicht schön, sondern uncool. Und bis dahin genieße ich das Rumliegen in vollen Zügen.

Der Boden kann warten, meine Kinder, solange sie noch meine Nähe wollen, nicht und ich auch nicht.

Elina

28 | Verheiratet 💍 | ReNo | Pärchenmama

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